„Wer nicht nur punktuell etwas verändern möchte, muss in Strukturen wirken.“

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Wer nicht nur punktuell etwas für junge Menschen verändern möchte, muss dorthin gehen, wo Entscheidungen getroffen werden – über Ziele, Ressourcen, Kooperationen und die Ausgestaltung von Angeboten. Um jedem Kind ein Hier, ein Jetzt und eine Zukunft zu ermöglichen, brauchen wir daher Verbündete – nicht nur in Kitas oder Schulen, sondern auch bei Trägern und kommunalen Verwaltungen, in Gemeinderäten oder Parlamenten.

Zum Beispiel arbeiten wir mit Schulaufsichten zusammen, um ihre Rolle zu reflektieren. Diese Behörden in Nordrhein-Westfalen prüfen zukünftig nicht nur, sondern beraten und vernetzen die Schulen auch. Im Austausch zwischen Schulen und Schulaufsichten geht es unter anderem darum, wie Kinder mit schwierigen Startbedingungen durch den Ganztag besonders gefördert werden können. So, dass die Schule zu einem zweiten Zuhause wird, wie es der Leiter der Europaschule Rheinberg in unserer Wirkgeschichte aus dem Handlungsfeld „Bildungsorte begleiten“ beschreibt. 

Davon und in welchen Handlungsfeldern die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung darüber hinaus strukturbezogen arbeitet, erzählt die neue Ausgabe unseres Wirkjournals.   

Anna-Margarete Davis 
DKJS-Expertin Schule & Ganztag 

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Wie kann Bildung gerechter werden – und zukunftsfähig? Wie können junge Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben und bei Entscheidungen stärker mitsprechen und mitbestimmen? Diese Fragen treiben uns als Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) seit über 30 Jahren an. Die Antwort: Wandel gelingt nur gemeinsam. Und er muss tief greifen – nicht nur punktuell, sondern strukturell.  

Deshalb versteht sich die Stiftung als Change Agent: als gestaltender Akteur, der Veränderungen im Bildungssystem nicht nur fordert, sondern mitanstößt und begleitet.¹ In der Praxis bedeutet das: Wir initiieren und begleiten Veränderungen an Bildungsorten – Kitas, Schulen und außerschulischen Bildungseinrichtungen – und beraten kommunale Verwaltungen und Ministerien bei politischen Entscheidungsprozessen. Wir wollen strukturellen und nachhaltigen Wandel erzielen und die dafür notwendigen Rahmenbedingungen schaffen. Dabei sind wir auf starke Bündnisse angewiesen.

 

Brücken für Bildung und Teilhabe bauen

Zentral für den Ansatz der DKJS ist daher das Kooperative: Bildungspolitik, pädagogische Praxis und Wissenschaft denken wir eng verzahnt. Die Stiftung baut Brücken zwischen diesen Bereichen, schafft Netzwerke und initiiert Dialogformate. Sie vermittelt in unterschiedliche Richtungen zwischen den Welten: Einerseits übersetzt sie Erkenntnisse aus der Wissenschaft in anwendbare Konzepte für Schulen, Kitas und andere Bildungseinrichtungen. Andererseits trägt sie Erfahrungs- und Handlungswissen aus der Praxis in den politischen Diskurs. 
 
„In dem Raum, den wir haben, arbeiten wir ganz praktisch. Wir bringen gute Beispiele. Wir zeigen, wie guter Ganztag aussehen kann. Wir zeigen, wie Schüler:innenfirmen gehen. Wir zeigen, wie man Beteiligung erfahrbar machen kann. Die Erkenntnisse, die wir aus der praktischen Arbeit bekommen, setzen wir in politischen Debatten ein. Deswegen sind wir auch eine politisch wirkende Stiftung“, so beschreibt es Annegret Kramp-Karrenbauer, Vorsitzende des DKJS-Stiftungsrates

„Die Erkenntnisse, die wir aus der praktischen Arbeit bekommen, setzen wir in politischen Debatten ein.“

Annegret Kramp-Karrenbauer

Vorsitzende des DKJS-Stiftungsrates

Annegret Kramp-Karrenbauer

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Wirkungsorientierung
in der DKJS

Um möglichst zielgerichtet und nachhaltig Veränderungen herbeizuführen, arbeitet die DKJS wirkungsorientiert. Wirkungsorientierung bedeutet für uns: Wir denken von den Problemen, Bedarfen und Interessen junger Menschen aus und überlegen uns, wie wir diesen begegnen können und welche Veränderungen es dafür braucht. Auf dieser Grundlage entwickeln wir konkrete Handlungsansätze, Programme und Aktivitäten – z. B. Beteiligungsprozesse mit jungen Menschen, Weiterbildungen für Fach- und Leitungskräfte und Beratungsangebote im Kontext der Organisationsentwicklung.  

 

Wirkung heißt, gezielt Veränderungen herbeiführen 

Als Wirkungen bezeichnen wir Veränderungen bei jungen Menschen sowie Veränderungen in ihrem Lebensumfeld. Diese Veränderungen treten in Folge gezielter Interventionen auf. Häufige Interventionen der DKJS sind Beratungen und Begleitungen, Qualifizierungen sowie Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung. Die Wirkungen dieser Aktivitäten zeigen sich im Verhalten von Individuen, aber auch in der Veränderung von Strukturen auf organisationaler, verwalterischer und politischer Ebene.  

Mit unseren pädagogischen Handlungsansätzen und Aktivitäten vermitteln wir Wissen, stärken Fähigkeiten, verändern Einstellungen und letztendlich auch das Verhalten von unseren Zielgruppen. Zu diesen Zielgruppen zählen Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene aus der Bildungspraxis, -verwaltung und -politik. Diese Veränderungen auf individueller Ebene bilden die Grundlage für strukturelle Veränderungen der Lebenswelt von jungen Menschen.  

So wirkt die DKJS
in Strukturen
 

Um gezielt strukturelle Veränderungen herbeizuführen, arbeiten wir an den unterschiedlichen Bildungsorten, aber auch mit Schulaufsichten und kommunalen Bildungsressorts zusammen. So können wir die Bildungs- und Teilhabemöglichkeiten nachhaltiger und breiter – das heißt über die direkt erreichte Zielgruppe hinaus verbessern.

Einen wirkungsorientierten Ansatz, um die Lebenswelt junger Menschen strukturell zu verändern, bietet die Organisationsentwicklung. Wir beraten und begleiten Bildungseinrichtungen sowie Einrichtungen der Verwaltung (z.B. Bildungsressorts und Schulaufsichten) in Organisationsentwicklungsprozessen. Hier arbeiten wir nicht nur eng mit erwachsenen Akteur:innen aus der Bildungspraxis und -verwaltung zusammen, sondern beteiligen auch junge Menschen. 

Zudem setzen wir uns auf Ebene der Politik und Verwaltung für Veränderungen im Bildungssystem und für mehr Teilhabemöglichkeiten für junge Menschen ein. Wir beraten bei Entscheidungsprozessen auf regionaler Ebene, aber auch auf Landes- und Bundesebene. Dabei bauen wir auf einem umfangreichen Fach- und Handlungswissen sowie auf in der Praxis erfolgreich erprobten Konzepten auf.  

„Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung trägt mit ihrer Arbeit zur Lösung der bestehenden Probleme im Bildungssystem bei. Dafür unterstützen wir Kitas und Schulen bei den notwendigen Veränderungen, um den Bedarfen und Entwicklungspotenzialen junger Menschen gerechter zu werden. Und junge Menschen letztlich so wachsen zu lassen, dass sie ihre Zukunft selbstbestimmt gestalten können.“

Anne Rolvering

Geschäftsführerin der DKJS

Anne Rolvering

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Vom Kleinen ins Große 

Wir wirken über verschiedene Ebenen hinweg in Strukturen hinein, indem wir im Kleinen neue pädagogische Handlungsansätze erproben und diese bei Erfolg auf andere Kontexte bzw. eine übergeordnete Ebene übertragen. Ein erfolgreicher Transfer funktioniert nur im Zusammenspiel mit Partner:innen aus Bildungspraxis, Verwaltung und Politik. Gemeinsam gilt es, konkrete Anlässe für die Transferarbeit zu identifizieren und Transferprozesse aktiv zu gestalten. Diese verlaufen in der Regel nicht linear, sondern sind als responsive Lern- und Reflexionsprozesse zu verstehen. Um die Passung zwischen dem Transfergegenstand und den Bedarfen des Transfernehmers zu optimieren, sind häufig Anpassungen notwendig. Entsprechend braucht es zeitliche, personelle und finanzielle Ressourcen für die Transferarbeit.²

Ein Beispiel für einen erfolgreichen Transfer ist die Überführung von partizipativ entwickelten Qualitätskriterien für gute Demokratiebildung in die Lehrkräftefortbildung, die Schulpraxis und die Sachberichte von Landes-, Sozial- und Kultusministerien. Die Wirkgeschichte aus dem Handlungsfeld „Offene Gesellschaft leben“ erzählt davon.  

Wirksam nah dran

Die regionale Standortstruktur der DKJS ermöglicht es uns, gezielt in kommunale Strukturen, Landes– und Bundesstrukturen hineinzuwirken. Mit unseren 11 Standorten sind wir nah dran an den Menschen, dem Wissen und den Gegebenheiten vor Ort. So können wir Programme lokal, regional und national in ganz Deutschland verwirklichen. Die Geschäftsstelle der DKJS in Berlin bildet das Dach und schafft Nähe zum politischen Diskurs auf Bundesebene.

Programme auf Landes- und Kommunalebene profitieren von unseren Mitarbeitenden an den jeweiligen Standorten. Sie verfügen über regionalspezifisches Wissen zu den bildungspolitischen Strukturen, verfolgen, welche Themen gerade wichtig sind und haben Beziehungen und Netzwerke vor Ort. Das ist auch für den Transfer wichtig: Was wir z.B. aus den Erfahrungen in bestimmten Bundesländern oder Kommunen lernen, können wir als Handlungswissen in andere Kontexte übertragen.

Was wir machen 

Im Jahr 2024 hat die DKJS 79 Vorhaben umgesetzt, davon folgen 59 Programme einer spezifischen Wirklogik. Das heißt: Wir definieren das Problem, das wir lösen wollen, sehr spezifisch und evaluieren im Laufe des Programmes, inwiefern wir mit unseren Aktivitäten zur Lösung des Problems beitragen.  

Die Programme der DKJS haben unterschiedliche geografische Reichweiten. Von den 59 Programmen wirken 12 bundesweit, 6 länderübergreifend, 35 länderspezifisch und 6 regional. Damit sind über die Hälfte der Programme auf Landesebene angesiedelt.  

Im Rahmen der 59 Programme wurden 11.030 Aktivitäten für junge Menschen und Erwachsene aus der Bildungspraxis und -verwaltung durchgeführt. Zu den Angeboten zählen: 

  • Beratungen und Begleitungen von Personen und ihren Organisationen, 
  • Qualifizierungen sowie Netzwerk- und Fachveranstaltungen, 
  • sowie handlungsorientierte Projekte, Lerngruppen und Beteiligungsformate für Kinder und Jugendliche. 

Von den 11.030 Angeboten wurden 1.477 von sogenannten Letztmittelempfängern umgesetzt, die von der DKJS systematisch ausgewählt und begleitet wurden. Die DKJS leitet Mittel im Rahmen von Förderprogrammen weiter, aber auch wenn eine Tätigkeit von anderen Institutionen oder Trägern besser abgedeckt werden kann.  

„Die DKJS bringt spezifische Expertise zu den Inhalten und zu den regionalen Strukturen mit.“

Förderpartner der DKJS³

Wen wir erreichen

Erreichte junge Menschen und Erwachsene aus der Bildungspraxis, Politik und Verwaltung 

Wir wollen die Bildungs- und Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen erhöhen, indem wir junge Menschen direkt erreichen, aber auch Erwachsene, die ihre Lebenswelt beeinflussen. Das sind u.a. pädagogische Fach- und Leitungskräfte, Schulleitungen, Bildungsverwaltungen oder politische Entscheider: innen. Insgesamt haben wir 2024 33.354 Personen mit unseren Aktivitäten direkt erreicht. Davon sind gut die Hälfte Kinder und Jugendliche. 

Noch einmal genauer hingeschaut, stehen hinter dieser Zahl folgende Gruppen, die wir im Jahr 2024 direkt erreichen konnten: 

Von den Fach- und Leitungskräften an Schulen, Kitas, Orten der Kinder- und Jugendarbeit und Einrichtungen der Verwaltung sind knapp ein Viertel der Befragten Leitungskräfte. Vor allem bei Kitas erreichen wir einen hohen Anteil an Leitungskräften. Dies ist besonders wichtig, um strukturell in die Organisationen hineinwirken zu können.  

 

Erreichte (Bildungs-)Organisationen 

Die DKJS wirkt aber nicht nur auf individueller Ebene, sondern berät  und begleitet auch Organisationen und Einrichtungen. Von den 59 Programmen mit Wirklogik machen 15 dezidierte Organisationsentwicklung. Im Rahmen dieser Programme hat die DKJS 393 Organisationen beraten und begleitet – dabei handelt es sich überwiegend um Schulen und Kitas.   

Was unsere Zielgruppen sagen

Perspektiven im Blick 

In unserem Wirkverständnis ist es für uns zentral, die Perspektiven unserer Zielgruppen systematisch zu erfassen. Dies geschieht vor allem durch standardisierte Befragungen vor und/oder nach der Teilnahme an Programmaktivitäten. Die Befragungen schneiden wir konkret auf die inhaltlichen Schwerpunkte sowie die jeweiligen Zielgruppen der einzelnen Programme zu. Einige grundlegende Fragen – z.B. zur Zufriedenheit – werden darüber hinaus bei jeder Befragung, also programmübergreifend gestellt. Das errmöglicht vergleichbare Aussagen. 

Im Folgenden finden sich Ergebnisse aus Befragungen von mehr als 500 Personen aus 25 verschiedenen Programmen. Sie wurden eingeholt, nachdem die Personen 2024 an einem DKJS-Programm teilgenommen haben. Die Rückmeldungen stammen sowohl von Kindern und Jugendlichen als auch von Erwachsenen aus der Bildungspraxis und -verwaltung.

 

Breite Zufriedenheit mit Programmaktivitäten 

Nach der Teilnahme an einem Programm der DKJS gaben die Befragten an, wie zufrieden sie mit den Aktivitäten waren. Die Einordnung erfolgt auf einer fünfstufigen Skala von 0 („gar nicht zufrieden“) bis 4 („voll und ganz zufrieden“). 

Die Ergebnisse zeigen ein klares Bild: Die Teilnehmenden bewerten die Umsetzung der Programmaktivitäten mit einem Mittelwert von 3,3 (Standardabweichung = 0,8). Damit bewegt sich die Zufriedenheit durchschnittlich im oberen Bereich der Skala – zwischen „eher zufrieden“ und „voll und ganz zufrieden“. 

Die insgesamt hohe Zufriedenheit deutet darauf hin, dass die Programme der DKJS bei den Zielgruppen gut ankommen und eine verlässliche Grundlage für nachhaltige Veränderung bieten. 

    • In 25 Programmen haben 498 Teilnehmende Fragen zu ihrer Zufriedenheit beantwortet.  
    • Die Befragten setzen sich wie folgt zusammen: Knapp 17 Prozent sind Kinder und Jugendliche und 83 Prozent sind Erwachsene aus der Bildungspraxis, Politik und Verwaltung. 
    • Wir stellen hier die Mittelwerte aller Teilnehmenden dar. Große Programme mit vielen Teilnehmenden sind somit stärker repräsentiert. Die Mittelwerte aller Teilnehmenden unterscheiden sich unwesentlich von den Mittelwerten der Programme. 
    • Bei der Abfrage der Zufriedenheit wurden zwei unterschiedliche Antwortskalen verwendet – eine ist vierstufig und eine fünfstufig. Für diesen Bericht wurden beide Skalen mittels linearer Transformation in eine fünfstufige Antwortskala zusammengeführt. 
    • Hinweis: Je nach Zielgruppe haben wir die Frage in Du-Form bzw. in Sie-Form gestellt. 

In verschiedenen Programmen der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung wurden Teilnehmende gefragt, welches persönliche Ziel sie mit ihrer Teilnahme verbinden – und in welchem Maße sie dieses erreicht haben. Die Rückmeldungen liefern wichtige Hinweise darauf, inwiefern die Programme als zielführend erlebt werden. 

Insgesamt geben knapp vier Fünftel (78 Prozent) der Befragten an, ihr persönliches Ziel vollständig erreicht oder sogar übertroffen zu haben. Besonders deutlich fällt dieser positive Befund bei den jungen Teilnehmenden aus: Fast alle (92 Prozent) Kinder und Jugendlichen berichten, ihr Ziel erreicht oder mehr als erwartet erreicht zu haben. Bei den Erwachsenen liegt dieser Anteil bei 76 Prozent (vgl. Abbildung „Wie zufrieden bist du insgesamt mit dem Programm?“). 

Als Gründe dafür, dass die persönlichen Ziele nicht vollständig erreicht werden, nennen die Teilnehmenden häufig Rahmenbedingungen. Insbesondere die Erwachsenen führen als Hemmnisse etwa Zeitmangel, hohe berufliche Belastung, begrenzte finanzielle Ressourcen oder fehlende lokale Kooperationen an. 

    • In 22 Programmen haben 417 Teilnehmende Angaben zur persönlichen Zielerreichung gemacht.  
    • Der Großteil der Befragten sind Erwachsene aus der Bildungspraxis und -verwaltung (N = 346). Darüber hinaus wurden 71 Kinder und Jugendliche befragt. 
    • Hinweis: Je nach Zielgruppe haben wir die Frage in Du-Form bzw. in Sie-Form gestellt. 

Mehrheit sieht Einrichtungsziele
erreicht oder übertroffen
 

Bei der Evaluation der Programme werden die teilnehmenden Erwachsenen bei inhaltlicher Passung auch dazu befragt, inwieweit ihre Einrichtung oder Organisation – etwa Kitas oder Kommunalverwaltungen – die gesetzten Ziele erreicht hat. Diese Ziele beziehen sich u.a. auf Aspekte der Organisationsentwicklung, wie den Ausbau zielgruppenspezifischer Angebote oder die Intensivierung der Zusammenarbeit mit anderen Institutionen. 

Das Ergebnis: Rund 70 Prozent der Befragten geben an, dass ihre Einrichtung die gesteckten Ziele vollständig oder sogar über die Erwartungen hinaus erreichen konnte. Als Beispiele für eine erfolgreiche Zielerreichung geben sie u.a. die Umsetzung konkreter Programminhalte – etwa den Ausbau von Angeboten, höhere Nachfrage nach diesen Angeboten, den Aufbau von Netzwerken sowie ein gestiegenes Engagement und Motivation innerhalb des Teams an. 

Dort, wo Ziele nicht erreicht werden, werden u.a. strukturelle Herausforderungen genannt. Dazu zählen z.B. der Fachkräftemangel und eingeschränkte Ressourcen des Teams.  

    • In 10 Programmen haben 158 erwachsene Teilnehmende Angaben zur Zielerreichung ihrer Einrichtung gemacht. Kinder und Jugendliche wurden zu diesem Aspekt nicht befragt. 
    • Hinweis: Je nach Zielgruppe haben wir die Frage in Du-Form bzw. in Sie-Form gestellt.   

Wirkung

Die 59 Programme in der DKJS haben sehr unterschiedliche Zielstellungen und Zielgruppen und sind entsprechend in ihrer Wirkung sehr spezifisch. Deshalb lassen sich Wirkungen am konkretesten auf Programmebene beschreiben.  

 

Beispiele für Wirkung aus der Arbeit der DKJS sind: 

  1. Kinder und Jugendliche erweitern durch Skills&Go!-Camps ihr Wissen über digitale Themen sowie ihre Fähigkeit, neue Aufgaben zu lösen und im Team zusammenzuarbeiten. 
  2. Schulaufsichten erweitern ihr Rollenverständnis – in neuer beratender Funktion arbeiten die Dezernent:innen Hand in Hand mit den Schulleitungen zusammen. Beispielsweise um den Ganztag qualitätsvoller zu gestalten.
  3. Hochschulen integrieren partizipativ entwickelte Qualitätskriterien für gute Demokratiebildung in die Lehrkräftefortbildung.  
  4. Personen aus der Bezirksverwaltung arbeiten häufiger ressortübergreifend zusammen, denken Mehrfachnutzung von Räumlichkeiten strategischer mit und reflektieren die Niederschwelligkeit von Bildungsangeboten.  

Wenn man jedoch auf die vier Handlungsfelder, „Offene Gesellschaft leben“ „Zukunftskompetenzen fördern“, „Bildungsorte begleiten“ und „Kommunen stärken“, schaut, denen die Programme thematisch zugeordnet sind, lassen sich Tendenzen und Wirkaussagen auch über Einzelprogramme hinweg gut beobachten. Wie im vergangenen Jahr möchten wir diese Beobachtungen anhand von vier Wirkgeschichten teilen.  

Wirkgeschichten

Offene Gesellschaft leben

Junge Stimmen lauter drehen!

Maria ist wütend! Wie viele junge Menschen fühlt sie sich von der Politik weder gehört noch gesehen. Die DKJS fördert partizipative Ansätze und fragt: Was können wir tun, damit Jugendliche Demokratie besser kennenlernen und erleben? Was macht gute Demokratiebildung aus und wie wird aus gemeinsam entwickelten Qualitätskriterien gelebte Praxis?

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Zukunftskompetenzen fördern

Klick für Klick zu mehr Selbstvertrauen

"Wir dachten erst so hmm, vielleicht wissen wir ja schon alles, aber dann ist uns aufgefallen, dass wir irgendwie viele Sachen nicht kannten." Digitale Kompetenzen zählen heute zu den zentralen Zukunftskompetenzen. Was Ayleen, Delara, Kai, Neil und die anderen Schüler:innen noch beim Skills & Go! Camp in Hessen mitnehmen konnten, und wie Lehrkräfte mit Microfortbildungen ihre Digitalkompetenz ausbauen, davon erzählt unsere zweite Wirkgeschichte.

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Kommunen stärken

Steuern mit Datenbrille und Kooperations-Know-how

Wo ein Kind in Deutschland aufwächst, entscheidet maßgeblich über seine Bildungs- und Teilhabechancen. Die DKJS setzt genau hier an: Sie stärkt Kommunen dabei, Teilhabe und Chancengerechtigkeit zu schaffen, um Bildungschancen zu verbessen. Zum Beispiel in den Zukunftskiezen.

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Bildungsorte begleiten

Wo nur geprüft wird, entwickelt sich nichts weiter

Wenn die Europaschule Rheinberg im nordwestlichen Ruhrgebiet schon wieder Besuch von der örtlichen Schulaufsicht bekommt, ist keiner beunruhigt. Im Gegenteil – die Treffen bedeuten gelebte und gewünschte Normalität in Nordrhein-Westfalen. Warum Schulleiter und Dezernent eng zusammenarbeiten, erfährt man in dieser Wirkgeschichte.

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Über die DKJS

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59 Programme mit Wirklogik hat die DKJS 2024 durchgeführt. Dazu zählen unter anderem Modellprogramme, in denen innovative Ideen und Methoden entwickelt, erprobt und evaluiert werden​, Förderprogramme und Strukturentwicklungsprogramme, die Strukturen und Rahmenbedingungen in den verschiedenen Bildungsorten verändern.

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Die DKJS setzt an 11 Standorten Aktivitäten in ganz Deutschland um. Das sind Berlin, Dresden, Frankfurt/Main, Hamburg, Jena, Kiel, Köln, Magdeburg, München, Stuttgart und Trier.

Von den 59 Programmen wirken zwölf bundesweit, sechs länderübergreifend (also in zwei oder mehr Bundesländern), 35 länderspezifisch und sechs in Regionen.

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Als zivilgesellschaftliche Partnerin für Bildung und Teilhabe wissen wir, dass Veränderungen nur gemeinsam gelingen. 48 Förderpartner:innen und viele Praxispartner:innen schenkten der DKJS 2024 ihr Vertrauen. Dazu gehören Landes- und Bundesministerien, Stiftungen und Verbände, aber auch Unternehmen und Spender:innen.

Jedem Kind ein Hier, ein Jetzt und eine Zukunft: Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung ermutigt junge Menschen, ihre Stärken zu entdecken, sie auszubauen und ihre eigene Zukunft wie auch die unserer Gesellschaft mit ihren Wünschen und Ideen zu gestalten. Wir wollen, dass jedes Kind den nötigen Raum und Unterstützung dafür bekommt und arbeiten in unseren Programmen daran, die Bedingungen für gute Bildung und Teilhabe auf allen Ebenen zu verbessern. Ob in Kita oder Schule, auf kommunaler, landes- oder bundespolitischer Ebene. 

Mehr über die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung können Sie auf unserer Webseiteerfahren. Aktuelle Themen und Programme finden Sie dort unter Was wir tun.

Geschäftszahlen

 

Im Geschäftsjahr 2024 hat die DKJS insgesamt 33,8 Mio. Euro bewirtschaftet. Innerhalb dessen förderte die DKJS regionale Projekte mit 7,4 Mio. Euro (sogenannte Weiterleitungsmittel). Ausdruck unserer Arbeit in Bündnissen und Gemeinschaftsaktionen ist der Finanzierungsmix der Stiftung.

 

 

In vielen Programmen, die die DKJS 2024 umgesetzt hat, wirkten Mitarbeitende der Stiftung direkt und operativ mit. Sie haben vor Ort konkrete Veränderungsprozesse initiiert und begleitet, Fach- und Leitungskräfte beraten und qualifiziert, Austauschformate konzipiert und umgesetzt oder mit Praktiker:innen und Wissenschaftler:innen kooperiert. Im Jahr 2024 waren durchschnittlich 334 Mitarbeitende an 11 Standorten in Teil- und Vollzeit bei der DKJS beschäftigt. Die Stiftung unterliegt dem Besserstellungsverbot und vergütet ihre Mitarbeitenden nicht besser als der öffentliche Dienst. Alle Mitarbeiten sind entsprechend den Vorgaben des TV-L eingruppiert und nach der Entgelttabelle der DKJS vergütet. Die Personalkosten betrugen im Geschäftsjahr 2024 17,2 Mio. Euro.
Die DKJS hat im Geschäftsjahr 2024 einen Jahresüberschuss in Höhe von 41.083,43 Euro erwirtschaftet. Die Gesellschafter der DKJS haben beschlossen, diesen Betrag in die freien Rücklagen zu stellen. Dort steht er einer späteren Verwendung zur Verfügung.

 

 

Dies ist die zweite Ausgabe unseres Wirkjournals. Im letzten Jahr wurde es unter dem Titel „Wirkung verstehen und entfalten“ veröffentlicht. In diesem Jahr liegt der Fokus darauf, wie die DKJS in Strukturen wirkt.  
 
Unser Dank geht an alle Menschen und Institutionen, die diese Arbeit möglich machen. Sei es, weil sie der DKJS fördernd oder partnerschaftlich zur Seite stehen, uns Feedback geben oder Anregungen schenken.

Auf Wiedersehen bis zum nächsten Wirkjournal! 

Team Wirkung und Entwicklung 

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Stefan Apel

Leitung Wirkung und Entwicklung

DKJS Geschäftsstelle
Tempelhofer Ufer 11
10963 Berlin

+49 (030) 25 76 76 87 5
stefan.apel@dkjs.de

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Johanna Okroi

Referentin Wirkung und Entwicklung

DKJS Geschäftsstelle
Tempelhofer Ufer 11
10963 Berlin

+49 (030) 257676 401
johanna.okroi@dkjs.de

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Dr. Imogen Feld

Referentin Wirkung und Entwicklung

DKJS Geschäftsstelle
Tempelhofer Ufer 11
10963 Berlin

+49 (030) 257676 895
imogen.feld@dkjs.de

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Hannah Weißbach

Referentin Wirkung und Entwicklung

DKJS Geschäftsstelle
Tempelhofer Ufer 11
10963 Berlin

+49 (030) 257676 848
hannah.weissbach@dkjs.de